| |
Wie alles begann.
Tja, wie hat eigentlich alles angefangen? Wenn ich so darüber nachdenke war das vor fast 20 Jahren mit einem Bildband über Rassekatzen. Katzen liebe ich schon seit meiner Kindheit. Keine Rassekatzen, nein, ganz normale eben. Schwarz- weiß, getigert, rot, …. eben alles was die Natur so produziert. Aber es war auch vielmehr das Wesen was mich schon immer faszinierte. Frei, ungebunden, selbstständig, entscheiden wem man sein Herz schenkt aber trotzdem Unabhängig zu bleiben. Selbst zu entscheiden wie viel und wem man seine Liebe gibt. Kein bedingungsloser Gehorsam. Den Menschen suchen und finden der dieses Wesen so nimmt und liebt wie es ist. Eigentlich so, wie es sich jeder von uns für sich selbst auch wünscht, geliebt zu werden ohne Bedingungen und diese Liebe dann zu erwidern. Ich glaube ich verstricke mich hier mit einer Homage auf die Katzen, was nicht heißen soll, dass ein Hund weniger toll sein kann. Denn ich muss das wissen, wir haben ja auch einen. Unser „Mädchen“ aus Italien. Sie war verhungert, durstig und auf der Suche nach Liebe und Zuwendung. Unser „Mädchen“ hätte alles getan um bei uns zu bleiben. Wie soll ich es sagen, ein Hund ist auf den Menschen angewiesen, eine Katze eben nicht. Sie könnte auch ohne uns überleben. Es gibt eben Hundemenschen und Katzenmenschen. Ich gehöre eindeutig zu den Katzenmenschen . Doch jetzt wieder zurück, ich schaute mir also dieses Buch an und stieß irgendwann auf die Seiten mit der Russisch-Blau,…..und da war es passiert. Dieses Fell, die langen schlanken Beine, die Farbe, der lange schlanke aber doch muskulöse grazile Körperbau, die Augen, einfach eine Katze die aus einem Feenreich gekommen ist. Von ihrem traumhaften Wesen hatte ich noch keine Ahnung. Tja, und dann kam die Ernüchterung. Zu teuer für ein armes Lehrmädchen. Wie sollte ich so etwas Göttliches bezahlen? Also blieb es bei Fotos gucken (und die in meinem Buch blieben die einzigen). Kurze Zeit später kam mein Gizmo, ein süßer kleiner 12 Wochen alter roter Perser. Er war aus schlechter Haltung. Ich habe ihn einfach mitgenommen. Zu der Zeit war ich noch den ganzen Tag Berufstätig und Gizmo litt unter Einsamkeit. Nach 11 Monaten und scharfen rechnen,entschloss ich mich ins Tierheim zu fahren und eine zweite Katze dazuzunehmen. Meine Entscheidung wurde mir sehr leicht gemacht. Absoluter Notstand. Eine Kiste mit 16 verweißten Kätzchen zwischen 2 und 6 Wochen alt und keine Amme vorhanden. Und da war ER ….ein kleiner Kater, gerade mal zweieinhalb Wochen alt. Ganz viel blaues Fell und ein bisschen marmoriert. Er war ausgesetzt worden und fast verhungert. Ich habe ihn dann mit der Flasche großgezogen. Er war der erste der zur hälfte Russenblut hatte. Ich sah kein anderes der anderen Kätzchen mehr (Entschuldigung). Er kam sah und siegte. Sein Name wurde „ Joschi“. Mein Flaschenkind, mein Nuckler, mein Baby,….bis er sterben musste weil er Krebs hatte. Er wurde nur 10 Jahre alt. Gizmo war inzwischen 11 Jahre alt und wieder allein. Ich dagegen inzwischen verheiratet. Meine Schwiegermutter arbeitete zu dieser Zeit aktiv in der „Katzenrettung“ und hatte zu dieser Zeit einen blauen 4 Monate alten Kater bei sich. Ich sah ihn, sprach mit meinem Mann und wir nahmen ihn. In der Hoffnung das es eine Russisch Blau ist. Mir waren damals die Feinheiten noch nicht bekannt. Das war dann unser Robin. Mittlerweile ist er ein 8 jähriger Kastrat. Ein kleiner Teufel manchmal. Keine Anfängerkatze. Er beißt, kratzt und macht uns das Leben manchmal recht schwer. Aber, er kann auch ein Superschmuser sein, aber eben nur wenn er will. Er war und ist übrigens keine Russisch Blau, sondern eine echte Chartreux. Allerdings ist er sehr sozial. Er verträgt sich mit Hunden und allem was man ihm vorsichtig unterjubelt. Man muss ihn eben so nehmen wie er ist. Ja…..und dann kam unsere „Giulia“. Ein Findelkind von der Insel Elba . 6 Wochen alt, krank und verstoßen. Und sie war eine echte Russin. Wunder- wunderschön. Sie war was ganz besonderes. Ein Sonnenschein auf vier Pfoten. Sie kam natürlich mit uns nach Deutschland. Sie folgte mir auf Schritt und Tritt. Ich konnte nichts ohne sie tun (nicht mal aufs WC gehen). Leider hatte sie einen starken Freiheitsdrang. Also ließen wir sie kastrieren und chippen. Sie ging so unbedarft durch die Welt wie ein kleines Mädchen, dass singend und hüpfend alles um sich herum vergisst. Giulia wurde mit nur 11 Monaten überfahren. Obwohl wir ländlich in einer 30ger Zone wohnen. Unsere Trauer war riesengroß. Manchmal denke ich, dass sie hier nur zu Besuch war, um mir und meiner Familie zu zeigen was es heißt Liebe zu geben. Denn das war das was sie am besten konnte. Sie war ein kleiner Engel auf der Durchreise, sie gehörte einfach nicht auf diese Welt. Wie fehlte mir doch dieses wunderbare Russenwesen. In dieser Zeit kam auch unsere Tochter noch in unsere Familie. Sowie Fiete und Rosina die Meerschweinchen meiner Tochter.
Mich ließ die Sucht nach den Russen aber nicht los. Mein Mann litt aber noch sehr stark an dem Verlust unserer Giulia, was ihn hemmte sein Herz für eine neue Katze zu öffnen. Ich dagegen wollte unbedingt einen neuen Russen. Es war wie eine Sucht. Ich surfte im Internet, auf der suche nach Russenzüchtern und fand alles was mein Herz begehrte. Ich bekniete meinen Mann, bettelte, wünschte mir nichts anderes als immer wieder eine kleine Russin. Der Weg war lang und schwer, aber endlich gab er nach und schenkte mir zu unserem 11ten Hochzeitstag meine „ Holly vom Cellerland“. Ein Traum in Blau. So endlich schloss sich der Kreis, das lange warten auf den Traum den ich so lange geträumt hatte. Auch mein Mann ist mittlerweile von dem Russenfieber infiziert. Wir fangen jetzt noch einmal richtig an. Bücher lesen, Fachwissen sammeln, Ausstellungen besuchen und mit Züchterfreunden zusammen sein. So wie unsere Liebe Ursula, die Züchterin unserer Holly, die uns auch immer mit Rat und Tat zur Seite steht ( Russisch Blau vom Celler Land ). Obwohl sie es auch nicht immer leicht hat unterstützt sie uns wo sie kann. Unser Ziel ist es unsere Katzen so zu züchten, dass wir das Zuchtziel bewahren und weitergeben. Dazu kommt noch eine große Portion Liebe und Zuwendung. Wir werden nur eine kleine Cattery sein, weil wir nicht vorhaben eines unserer Tiere abzugeben wenn es keine Babys mehr bekommen kann. Das heißt dass wir nur begrenzte Kapazitäten haben. Aber wer weiß schon was die Zukunft uns bringen wird. Was wir aber versprechen können ist, dass sie bei uns nur Tiere finden werden, die mit viel Liebe und Herzblut aufgezogen werden….und wir garantieren, dass unsere Kitten nur in die allerbesten Hände abgegeben werden.
Tja…, dass sind wir die Familie Grötzner, Helmut mein Mann, Christin unsere Tochter, unser kleiner Italienischer Straßenhund „Mädchen“, unser kastrierter Kampfkater „Robin“, Hollymaus unsere erste Zuchtkatze und Last but not Least meine Wenigkeit, Bettina die Hüterin dieser ganzen Schätze.
Wenn sie nun Lust haben mehr von uns zu hören, dann rufen sie ruhig an. Es gibt noch soviel zu sagen. Mittlerweile gehören zu unserer Familie noch Aimee und Aponie und unser Kater Ben Aramis. Die drei haben unseren Russenclan um einiges vergrößert. Sie stammen schon aus unserer eigenen Nachzucht. Ein Leben ohne sie, mögen wir uns nicht mehr vorstellen. Sie sind eine große Bereicherung für unsere Zucht.
|
|